Zukunft = Mut!

Auszug aus der Neujahrsansprache von Ortsbürgermeister Reiner Hör:

 

Bei jedem Neujahrsempfang habe ich unsere tollen Unternehmen erwähnt, die so viel für Rülzheim tun. Sie schaffen Arbeitsplätze, sorgen für Steuereinnahmen und unterstützen unsere zahlreichen Vereine. Viele Mitarbeiter dieser Unternehmen möchten nicht nur hier arbeiten, sondern auch in Rülzheim leben. Das stärkt wiederum unsere Vereine und damit auch das Dorfleben und unsere Zukunftsfähigkeit. Wir – und damit meine ich ausdrücklich alle Ratsfraktionen – haben in den letzten Jahren die Voraussetzungen dafür geschaffen. Darauf können wir zurecht stolz sein.
Von außerhalb der Verbandsgemeinde wird Rülzheim daher als Musterbeispiel eines zukunftsfähigen Orts genannt und auch beneidet. Neid muss man sich erarbeiten – und das haben wir alle gemeinsam geschafft. Trotzdem gibt es Bürger, die „Ohgottohgott“ rufen, der Meinung sind, der Innenort werde zugepflastert, auf der Fläche der schönen, alten Grundstücke entstehen Mehrfamilienhäuser. Die behaupten, das neue Wohngebiet sei ja nur für Ortsfremde gedacht und überflüssig.
Ich sage es hier ganz deutlich: Das ist Blödsinn! Das Wohngebiet ist für Rülzheimer gedacht und wir haben mehr Bewerbungen von Rülzheimern als es überhaupt Bauplätze gibt.
Und selbst wenn das nicht so wäre: Sollten wir nicht stolz darauf sein, dass die Mitarbeiter der Unternehmen hier in Rülzheim wohnen und hier eine Existenz aufbauen wollen? Unsere Vereine bereichern und langfristig dafür sorgen, dass Rülzheim das bleibt, was es heute ist – unsere Heimat und ein wunderschönes Fleckchen Erde?
Die Vorteile, die die Entwicklung der letzten Jahre mit sich gebracht hat – von der Versorgung der kleinen Kinder in unseren Kitas über den Schulabschluss bis zum Abitur in der IGS bis hin zu Arbeitsplätzen bei unseren Unternehmen – die werden gerne genommen. Die Versorgung im Krankheits- und Pflegefall durch unsere Ärzte, die Sozialstation und im Seniorenheim Braunsches Stift – eine Selbstverständlichkeit.
Aber bitteschön ohne die Nachteile, wie dem zusätzlichen PKW-Verkehr. Am liebsten wäre es diesen Leuten, sie könnten ihre Instagram-Stories vom Pferdekarren machen, der über die unasphaltierte Mittlere Ortsstraße rumpelt. So funktioniert das aber nun einmal nicht. Früher nicht – und heute auch nicht.
Damit sind wir wieder beim Anfang: Statt die Chancen zu sehen, suchen diese Leute das Haar in der Suppe. Und davon habe ich den Kanal gestrichen voll. Ich bin es leid. Denn wir können stolz auf unser Dorf sein. Wir haben gemeinsam so viel erreicht, so viel bewegt, so viel getan. Darauf will ich im kommenden Jahr mit Ihrer Hilfe und Unterstützung aufbauen. Wie heißt es so schön:gemeinsam sind wir stark!
Was erwarte ich vom neuen Jahr? Ich erwarte interessante, intensive Debatten im Gemeinderat. Ich verspreche mir konstruktive Zusammenarbeit mit allen Fraktionen. Im Rat. In den Ausschüssen. Zwischen der Verwaltung, den Gremien, den Vereinen und Unternehmen. Mein Ziel ist, dass wir Rülzheim noch attraktiver, noch besser und noch erfolgreicher machen. Und ich wünsche mir dabei weniger Pessimismus und mehr Optimismus für die Chancen, die wir haben, um 2020 zu einem erfolgreichen Jahr zu machen!