Frohe Ostern 2021!

Wir wünschen allen BürgerInnen aus Rülzheim und der Verbandsgemeinde ein frohes Osterfest.

Leider bestimmt die Pandemie noch unseren Alltag — aber wir lassen uns nicht unterkriegen.

Bleiben Sie gesund und bis bald!

Zukunft = Mut!

 

Digitale Neujahrsansprache 2021 von Ortsbürgermeister Reiner Hör:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir blicken auf ein Jahr zurück, das es so in der Menschheitsgeschichte noch nicht gegeben hat: Die Corona-Pandemie hat rund um den Globus, in nahezu allen Ländern der Erde, unser Leben auf den Kopf gestellt. Natürlich: Es war nicht die erste Seuche – die Pest im Mittelalter oder die Spanische Grippe in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben unvorstellbar hohe Opferzahlen gefordert.
Die totale, nahezu gleichzeitige Ausbreitung des Virus in allen Teilen der Welt und mit so gravierenden Auswirkungen für das öffentliche wie auch private Leben aber – das war noch nie da. Normalerweise würden wir alle jetzt in der Dampfnudel zusammenkommen und gemeinsam auf das neue Jahr anstoßen. Ich würde in meiner Neujahrsrede auch auf die weltpolitischen Entwicklungen eingehen.
Dieses Mal nicht. Corona hat überall auf der Welt Spuren hinterlassen – und ich bin sicher, Sie haben die Entwicklung ebenso verfolgt wie ich. Die Pandemie hat auch unsere Heimat und unsere Ortsgemeinde getroffen. Hinter uns liegt ein Jahr des Verzichts und der Ungewissheit: Unser gewohntes und liebgewonnenes Miteinander auf unseren Festen fiel diesem verdammten Virus zum Opfer.
Gerade diese Feste, das Zusammenkommen, das gemeinsame Feiern, machen den Wohlfühlfaktor und das Gemeinschaftsgefühl in Rülzheim aus. In dieser schwierigen Zeit seit März 2020 hat sich aber auch an vielen Stellen gezeigt, wie solidarisch unsere Gemeinschaft ist und wie toll wir uns gegenseitig unterstützen. Diese Hilfsbereitschaft macht mich als Bürgermeister ganz besonders stolz auf unser Dorf und unsere Verbandsgemeinde.
Von der Einkaufsaktion „Brot für Dich“ über die Hoffnungs-Tüten zu Weihnachten und Ostern bis hin zu einzelnen Aktionen: Der eine ist für den anderen da. Das ist gerade in der aktuellen, schwierigen Zeit ein Schatz. Es ist ein Zeichen der Wärme, der Nähe und des Mitgefühls – das es so in großen Städten nicht gibt. Darauf können wir stolz sein.
Und was mich besonders berührt und freut: Unsere Vereine, die uns mit ihren Festen so viel Freude bereitet haben und die unter den Absagen besonders zu leiden hatten, haben ganz eigene Lösungen gefunden, um die Situation für ihre Mitmenschen erträglich zu machen und ihnen trotz allem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die Ortsgemeinde unterstützt ihre wichtige Arbeit auch 2021 mit zusätzlichen Angeboten, denn ohne unsere Vereine wäre unser Dorf ganz schön arm dran.
In besonderem Maße möchte ich auch denen danken, die während all dieser Monate rund um die Uhr für unsere Mitmenschen da waren und sind -allen voran natürlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege, also beim Braun’schen Stift und der Sozialstation. Auch die Ärztinnen und Ärzte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer KiTas, den Lehrerinnen und Lehrern an unseren Schulen danke ich für ihren unermüdlichen Einsatz.
Ebenso gebührt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und Bürgermeister Matthias Schardt ein Dankeschön, denn die offene und transparente, zeitnahe Kommunikation hat uns geholfen, uns so gut es geht auf die Situation einzustellen. Bei Wind und Wetter, zu jeder Tages- und Nachtzeit, bei Unfällen, wenn es brennt oder Menschen anderweitig in Gefahr sind – und sogar, wenn es darum geht, kurzfristig die Weihnachts-Hoffnungs-Tüten zu den Austrägern in den jeweiligen Orten zu befördern: sie sind #immerda.
Sie sind einer der wichtigsten Bestandteile unserer Gemeinschaft und haben in dieser Krise einmal mehr Unglaubliches geleistet. Deshalb gilt ein ganz besonders großer Dank unserer Freiwilligen Feuerwehr! Ihr seid ein Aushängeschild unserer Gemeinde und unserer Verbandsgemeinde und wir sind froh, dass es euch gibt!
#merhaldenzamme – das ist nicht bloß ein griffiger Slogan – es wird bei uns aktiv gelebt. Das zeigen unsere Unternehmen, für die Rülzheim nicht nur der Firmensitz ist, sondern die sich durch Spenden für soziale Einrichtungen, Vereine oder auch den Streichelzoo einbringen und zeigen, dass sie sich unserer Gemeinde verbunden fühlen. Gleiches gilt für unsere Gastronomen und andere Unternehmen, die besonders hart vom Lockdown getroffen wurden, die aber nicht aufgeben, sondern weiter für uns da sind. Bitte unterstützen Sie sie auch weiterhin so toll wie bisher – denn wir brauchen sie.
Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass wir gemeinsam, mit Zusammenhalt und Rücksichtnahme, mit Empathie und Engagement, diese schwierige Zeit meistern können. Die allermeisten von Ihnen haben die Maßnahmen mitgetragen, sich vorbildlich verhalten und wir alle hoffen, dass mit Beginn der Impfungen das Schlimmste überstanden ist. Danke für Ihre Vernunft und Solidarität.
Gleichzeitig möchte ich nicht verhehlen, dass es mich traurig und vor allem wütend macht, dass es immer noch Menschen gibt, die dieses verdammte Virus kleinreden. Dass sie seine Gefahr verharmlosen. Dass sie die aktuellen Maßnahmen für eine Verschwörung halten, sie bewusst missachten und damit ihre Mitmenschen fahrlässig und egoistisch gefährden. Weltweit berichten Presse, Funk und Fernsehen über die Auswirkungen des Virus. Diese Bilder lügen nicht! Es gibt diese Toten und es gibt die vielen Menschen – auch Jüngere ohne Vorerkrankungen – auf den Intensivstationen, an Beatmungsgeräten und im Koma. Und allein die zynische, immer wieder geäußerte Frage, ob jemand AN oder MIT Corona gestorben ist, ist ein Schlag ins Gesicht für alle Angehörigen.
Als Vorsitzender der Braun´schen Stiftung kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass wir wegen dieses Corona-Virus das Ableben von BewohnerInnen beklagen mussten. Den Angehörigen, die noch gerne mit ihren Liebsten zusammen gewesen wären, gehört mein Mitgefühl. Deshalb macht es mich so wütend, wenn ich lesen oder hören muss, dass diese Menschen ja schließlich schon alt genug waren. Den Angehörigen ist dies kein Trost. Ja – solche Äußerungen sind menschenunwürdig!
Ich wünsche keinem der Corona-Kritiker, dass sie um einen nahen Angehörigen, der an dem Corona-Virus verstorben ist, trauern müssen. Vielmehr habe ich die große Hoffnung, dass die neu erforschten Impfstoffe Wirkung zeigen werden und damit Corona wie eine normale Grippe behandelt werden kann. Wie ein Spuk verschwinden wird dieses Virus leider nicht mehr. Lassen Sie mich zum Abschluss nach vorne blicken: Ich bin zuversichtlich, dass 2021 ein besseres Jahr wird – dank des Impfstoffs, dank der neuen Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung und dank der Gewissheit, dass unsere Gemeinschaft zusammenhält, wenn es darauf ankommt.
Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, dass das kommende Jahr ein Jahr der Hoffnung wird und wir uns bald wieder persönlich begegnen und zusammen feiern können – denn das vermisse ich sehr.
Prosit Neujahr!
Ihr Reiner Hör